Kultur: eine Kultur des Gebens

Geschrieben von Axel Pospischil am 4. Juni 2012. Zugeordnete Stichwörter: .

Seit seit vielen Jahren schon betreibe ich meine Computer und alle damit verbunden Arbeit mit Open-Source Software (Linux).

Viele von euch nutzen täglich die Wikipedia ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass nicht nur softwareseitig freie Software eingesetzt wird (Mediawiki), sondern alle Artikel, Bilder und Multimediadaten der Wikipedia auch entsprechend lizensiert sein müssen!

Nun, auch in der Musikwelt vollzieht - sich seit vielen Jahren schon - ein Umschwung.

Für Musiker, Orchester, Chöre, Kindergärten, ... kurz alle, die mit Notenblättern umgehen müssen ist besonders auch der Notensatz - oder das Kopieren von Notensätzen - ein Problem. Hier wäre das freie Notensatzprogramm Musecore zu nennen.

Ein wunderschönes Beispiel für einen Umsetzung im Kontext von Open Source ist das hier näher beschriebene Projekt "Open Goldberg Variations", die ich im Übrigen ganz besonders in der Aufnahme mit Glen Gould sehr schätze:

Johann Sebastian Bach als Creative Commons Zero (auf Heise-Open)

Die Einspielung der Japanerin Kimiko Ishizaka gefällt mir ausgesprochen gut.

Wer glaubt, dass solche Projekte ein Einzeldasein fristen, der täuscht. Besonders kleinere Musik-Labels und Künstler gehen mittlerweile ausschließlich den Vertriebsweg über "Create Commons Lizenzen".

Eine Kultur des Gebens, anstelle einer Kultur des  Nehmens ... ein Modell der Zukunft?

Ich fände das nicht nur schön, sondern auch gerecht - wobei "gerecht" hier im Sinne einer gerechteren Verteilung der Einnahmen gemeint ist - bei Wahrung der vollen Urheberrechte der Künstler.

Sind wir als Konsumenten schon reif für solch eine Sicht- und Handlungsweise gegenüber den Kunstschaffenden?

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